Tag 10: Russland ohne Ende – Kandalakscha bis Kotkarjärvi

Oberstes Ziel des Tages war es, ein paar Kilometer nach Süden und in Richtung Sankt Petersburg zu machen. Und wenn wir ein paar sagen, dann meinen wir so 700 bis 800. Also mindestens bis auf Höhe Onega-See und am liebsten sogar noch ein bisschen weiter. Die E105, die von Murmansk nach Sankt Petersburg führt ist 1.400 Kilometer lang und genauso gerade wie ereignislos. Das Einzige, was wirklich erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass es seit 10 Tagen das erste mal wirklich regnet. Das ist aber kein Problem für uns, denn jetzt sind wir ja schon wieder mit großen Schritten unterwegs in Richtung Süden. Es macht uns allerdings einmal mehr klar, was für ein unfassbare Wetterglück wir bis jetzt hatten.

Gegen Abend wurde es dann tatsächlich noch mal spannend. Erst haben wir gemeinsam mit Kerstin einen kleinen Abstecher nach Petrosawodsk gemacht, wo wir uns eine Sim-Karte besorgt haben und ein landestypisches Mahl bei McDonalds eingenommen haben. Gar nicht mal so hässlich diese Stadt. Und falls irgendeiner von euch da mal hin kommt: Die haben so gar ein Hofbräuhaus. Direkt am Bahnhof auf der rechten Seite. Schön verrückt, diese Globalisierung.

Ja, und dann hat Kerstin direkt neben der Straße noch einen Bären erspäht und wir haben die Nacht auf dem Hof einer sehr netten russischen Familie campiert. Frederik und Niko von Out of the Range wollten unbedingt, die Kartoffel Challenge machen (finde einen Russen und lade ihn auf Kartoffeln und Wodka ein). Gut für uns, denn wir hatten so auch einen prima Schlafplatz. Zwei, drei Bierchen später war Tag 10 für uns gegen 1 Uhr morgens beendet. Für einzelne Truppenteile von UTFG und OotR allerdings noch lange nicht.

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