Tag 11: Sankt Petersburg

Am Morgen trennten wir uns mal wieder von unserer Gang und machten uns alleine auf den Weg nach Sankt Petersburg. Die anderen wollten nur kurz rein und dann direkt weiter Richtung Grenze. Wir hatten uns entschieden eine Nacht in der Stadt zu bleiben, ein bisschen Sightseeing zu machen und irgendwas Leckeres zu essen, was nicht über dem Lagerfeuer oder dem Spirituskocher zubereitet wurde.

Das Hotel hatten wir schon am Tag vorher gebucht und als wir gegen Mittag ankamen, mussten wir einmal mehr feststellen: Alles richtig gemacht. Kein besonders großes Zimmer, aber sauber und ordentlich und vorallem mit einem prima Parkplatz für die liebe Rostwitha auf dem Hof und fußläufig in die City. Letzteres will wirklich was heißen, denn diese Stadt ist so gigantisch groß, das “einmal um den Block” gut und gerne mal zu einem mehrstündigen Spaziergang werden kann.

Nach einer ausgiebigen Dusche und einem halben Stündchen WLAN Gedaddel, gings ungewohnterweise zu Fuß los. Erstmal Richtung Blutskirche. Sehr beeindruckend – auch wenn wir nicht verstehen, wie die diese goldenen Türmchen und Kuppeln so hochglanzpoliert halten. Weiter Richtung Newa. Peter und Pauls Festung, Eremitage, alles schön mal gehört, aber in der kurzen Zeit nicht wirklich zu erfassen. Diese Stadt ist wirklich unglaublich riesig, alles ist mindestens eine Nummer größer, als man das in anderen Städten kennt. Häuser, Kirchen, Strassen, der Fluss…  so als ob sie damals, als sie die Stadt geplant haben, einfach auf alle europäischen Metropolen noch ne Schippe drauflegen wollten. “Ja, diese schönen, breiten Boulevards in Paris sind super. Aber lass unsere doch viermal so breit und zehnmal so lang machen! Sicher, so ein Kirchturm sieht immer schick aus. Aber lass doch lieber so riesige Zwiebel- Dinger drauf bauen. Zwölf Stück. Komplett vergoldet! Ok, prima Idee!“

Dank eines super Insidertipps der lieben Sofia lenkten wir unsere Schritte sodann in Richtung Rue Rubinstein (Ganz klassischer russischer Strassenname). Das ist eine Straße, wo es von schicken Bars und Restaurants nur so wimmelt. Sehr westlich und super modern, auch was die Preise betrifft. Ohne dass wir groß darüber gesprochen hatten, war uns beiden irgendwie nach Fleisch und der entsprechende Steakladen war schnell gefunden. Boah! Lecker!

Das eine oder andere Absackerbier für diesen ereignisreichen und tollen Tag haben wir uns natürlich auch noch gegönnt. Im Dunes of Ligovsky, einem Beach Club mitten in St. Petersburg und zusammen mit jeder Menge anderen Teams. Anschließend gings zu Fuß ins Hotel… Traumhaft so ein Bett.

Fehlt eigentlich nur noch unser Sankt Petersburg Fazit: Tolle Stadt! Wir haben unsere Entscheidung, hier einen kurzen Stop einzulegen, nicht bereut. Viel Geschichte aber auch super modern. Eine echte Weltstadt, für die man sich wirklich irgendwann noch mal ein paar Tage mehr Zeit nehmen muss.

PS – Unser Learning aus dem Sankt Petersburger Stadtverkehr: Wenn du denkst, du fährst ganz links, taucht garantiert noch einer neben dir auf. Interessant.

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